Dr. med. Petra Bindig

Ginecologo

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Descrizione

Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung/Krebsabstrich – wie häufig?

Meist wird die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung sowie der Krebsabstrich jährlich
durchgeführt und somit oft Jahreskontrolle genannt. Gemäss KVG
(Krankenversicherungsgesetz) muss die Krankenkasse aus der Grundversicherung die
Kosten des Krebsabstriches bei fehlenden Risikofaktoren nur alle 3 Jahre übernehmen.
Neue klinische Daten zeigen die sehr langsame Entwicklung eines Gebärmutterhalskrebses
ab Viruskontakt über diverse Vorstufen und in 90% Selbstheilung innert ca. 2 Jahren – man
weiss aber nicht, wer die 10% Frauen sind, bei denen sich das Abstrichresultat
verschlechtert. So wurden neue Empfehlungen zur Häufigkeit des Krebsabstriches der
Kommission für Qualitätssicherung der Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
herausgegeben.
Das erklärte Ziel ist es, die Überbehandlung leichtgradiger Zellveränderungen insbesondere
bei jungen Frauen zu vermeiden und sich hauptsächlich auf die Veränderungen
mittelschweren bis schweren Grades zu konzentrieren. Derzeit gelten die Empfehlungen für
alle Frauen, unabhängig von einer HPV-Impfung (Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs).
Dazu sei erwähnt, dass der Gebärmutterhalskrebs immer durch Viren (HPV = humane
Papilloma Viren = menschliche Warzenviren) hervorgerufen wird. Diese Viren befinden sich
auf der Haut, also auch an den Schamlippen und am Hodensack.
Die neuen Empfehlungen lauten:
Ohne bekannte Risikofaktoren sollte die Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses durch
einen sogenannten Pap-Abstrich erst im Alter von 21. Jahren oder ca. 1 Jahr nach
Aufnahme der sexuellen Aktivität (inkl. Petting). Als Risikofaktoren gelten:
Immunsuppression (die körpereigene Abwehr unterdrückende Medikamente),
kontrollbedürftige Abstriche in den letzten 3 Jahren, wechselnde Partner, extremer
Nikotinkonsum, Operation am Gebärmutterhals und HIV. Anschliessend vom 21. -30.
Altersjahr alle 2 Jahre und zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr alle 3 Jahre. Bei Frauen ab
dem 70. Lebensjahr kann die Gebärmutterhalskrebsvorsorgeuntersuchung eingestellt
werden, sofern deren Abstriche in den letzten 10 Jahren normal waren und sie sexuell nicht
mehr aktiv sind. Bei Frauen nach Gebärmutterentfernung kann auf den Krebsabstrich ganz
verzichtet werden, wenn keine Krebserkrankung Grund für die Gebärmutterentfernung war.
So muss man die Häufigkeit der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und –beratung
etwas losgelöst vom Krebsabstrich betrachten. Wir empfehlen also den Frauen ohne Risiko
bis 30 Jahre eine Vorsorgekontrolle alle spätestens 2 Jahre mit Krebsabstrich und bei
Frauen über 30 bis 70 Jahre ca. alle 1,5 Jahre, wobei nur jedes 2. Mal ein Krebsabstrich
entnommen wird. Auch dies gilt nur für Frauen ohne Risikosituation. Weitere
Untersuchungen und Beratungen können selbstverständlich selbständig bei Bedarf
individuell vereinbart werden.

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